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Leptis Magna
von Siano am 13.06.2012 14:48Unbeschreiblich schöne Bauwerke
Vom Eingang der severischen Basilika vom Forum ausgehend, passieren wir
den "Saal der dreizehn Säulen". Die ziselierten Marmorpfeiler rahmen die
nördliche Exadra ein. Sie ist dem Liber Pater geweiht. Die gegenüber
stehenden Pfeiler bestehen aus rosafarbenen Granit. 
Sabratha: Im Vordergrund der Brunnen des Flavius Tullus. Im Hintergrund
sehen wir die Säulen des Liber-Pater-Tempels. Ein Tempel für die "Unbekannte
Gottheit". 
Oea: Das heutige Tripolis beherbergt diesen vierseitigen Bogen des
Kaisers Marc Aurel ( 161 - 180 ) und des Lucius Verus.
Wir sehen die südwestliche Fassade des Triumphbogens. In der Ferne,
Blick durch den Rundbogen, sehen wir den Hafen von Tripolis. In jedem
der Bogenpfeiler ist eine Nische in der eine Kaiserstatue stand. Gut links
zu sehen. 
Zliten: Obige Mosaikfelder symbolisieren die vier Jahreszeiten und waren
ein fester Bestandteil der klassischen Marmoreinlegearbeit. Motive als
Sinnbild des Wohlstandes in dieser landwirtschaftlichen Region. Dieses
Mosaik befand sich in einer römischen Villa bei Dar Buc Ammera, direkt
am Meer gelegen. Heute im Museum in Tripolis. 
Leptis Magna: Blick auf das alte Forum, vom Portikus des Hofes gesehen.
Die stufenförmigen Mauern gehörten zum Podium des Liber-Pater-Tempels.
Rechts davon, die weißen kannelierten Säulen stammen aus einer Instand-
setzung im zweiten Jahrhundert n.Chr. Oben rechts sieht man die Reste des
byzantinischen Baptisteriums. Wenn man sich nun die nicht mehr vorhandenen
Bauten der phönikisch - punischen Zeit geistig vor Augen führt, so wird man
ermessen können, wie geschichtsträchtig dieser Platz war (standen im linken
oberen Bereich). Der Blick über die kannelierten weißen Säulen zeigt uns die
Mole im Osten des severischen Hafens. 
Leptis Magna: In einem der wenigen Häuser aus dem Stadtzentrum konnte
das Bodenmosaik gerettet werden. Siehe Museum von Tripolis... Der Fries
zeigt Orpheus, der mit seinem Spiel und Gesang die Tiere entzückt. Die
einzelnen Felder des Mosaiks zeigen Fische oder Jagtbeute in Form von
Stilleben.Bäuerliche Szenen aus dem Leben der Landarbeiter kommen nicht
zu kurz.
Den kenne ich doch... Siano beim Angeln..... Na, ja......
Leptis Magna: Der Eingang hinter dem Theater, der sogenannte Portikus.
Im Vordergrund der Fasadenfries mit Widmungsinschrift. Links der an dem
Tempel angebaute Tetrapylon mit rechteckigem Grundriß. Dieser wurde zu
Ehren der severischen Familie erbaut. Die wieder errichtete Mauer mit Marmor-
dekoration hinter den Säulen begrenzt die Umfassung des Tempels. Der
Tempel wurde für die augusteischen Götter erbaut. 
Sabratha: In den angehäufen Trümmern des Kapitols, nahe dem Podium,
wurde diese aussagestarke Jupiter-Büste aus dem zweiten Jahrhundert n.Chr.
gefunden. Die Inschrift in dem schmalen Sockel zeigt wahrscheinlich den
Namen eines Gouverneurs Vespasians Africanus. Dieser ältere Sockel steht
mit Büste heute im Museum von Tripolis. 
Leptis Magna: Das in einer "Nil-Villa" zwischen Circus und Hafen Gebäude,
sie zeigt ein Bodenmosaik aus dem vierten Jahrhundert n.Chr. Thema die
Löwenjagt, verlegt in einem Gang des Hauses. 
Leptis Magna: Bühnenwand in Form einer Kolonade im äußersten
Südosten des Theaters. Die Erbauerinschrift ist im rechten Architrav
eingemeißelt (geradliniges Segment über den Säulen). Die Bühnenwand
wurde von den Archäologen nicht wieder rekonstruiert, sodaß die großen
korinthischen Kapitelle des Portikuses sichtbar geblieben sind.
Die im Vordergrund stehenden kleinen Säulen gehören den wiederauf-
gestellten Ordnungen an.
Es gibt drei Grundordnungen im Säulenbau: Dorisch, Ionisch und Korinthisch. 
Der Stadtkern von Leptis Magna:
a. Das Heiligtum an der Küste
b. Die unvollendeten Thermen
c. Die Säulenreste am Ufer
d. Der Serapis-Tempel
e. Das alte Forum
f. Der Tempel der Flavierdynastie
g. Der unausgegrabene Apollon-Tempel
h. Der geplante zweite Flügel des Serverischen Forums?
j. Die severische Basilika
k. Die christliche Kirche
l. Die Kolonadenstraße
m. Das severische Nymphäum
n. Die Palaestra
o. Die Hadrians-Thermen
p. Die Fortsetzung der Kolonadenstraße
q. Das Macellum
r. Das Theater
s. Der Portikus post scaenam
t. Das Chalcidicum
u. Die Schola
v. Die Via Triumphalis
w. Die Hauptstraße entlang der Küste
1. Die Porta Augusta Salutaris
2. Der Tiberius-Bogen
3. Der Trajans-Bogen
4. Der Septimus-Serevus-Bogen, evtl. der ehemalige Hadriansbogen
5. Antoniusbogen, später Oea-Tor
6. Der Marc-Aurel-Bogen

Leptis Magna: Der norwestliche Tholos des Marktes, gesehen entlang
der Linie seine beiden Eingänge. Die Löcher im oberen Bereich des Tholos
sind für die Balken des umlaufenden achteckigen Daches gedacht. 
Letis Magna: Wieder der Tholos des Marktes, diesmal von Nordwesten
gesehen. Der achteckige Portikus im Vordergrund, ionische Säulenordnung
und zwischen den Säulen eine Verkaufstheke. Die Kerben in der Theke
dokumentieren den Gebrauch der Platte als Brunnenrand. Das Scheuern
des Seiles bewirkte die Kerben im Stein.
Ionische Ordnung: Merkmal sind die "Schnecken" im Kapitell der Säule. 
Leptis Magna: Der einfache Bogen des Tiberius über die Via Triumphalis und
dahinter der vierseitige Bogen des Trajans um 110 n.Chr. sowie das mittlere
Podium des Chalcidicums. Durch die Inschriften gut einzuordnen. 
Leptis Magna: Die Rückwand des Theaters an der nordwestlichen Exedra.
In dieser Rückwand befindet sich eine Seitentür zur Bühne hin. Links gut
zu sehen die Portikussäulen, die die Sitzreihen bekrönten. Die rechten
höheren Säulen gehörten zu einen Ceres-Tempel, der in der Mitte ange-
siedelt war. 
Leptis Magna: Bühne und Sitzreihen im Nordwesten des Theaters. Gut ist über
den Reihen die Ehrentribüne zu sehen. Der Sturz des Treppenaufganges
wurde zur Zeit Augustus von einem Prokonsul des römischen Reiches eingeweiht.
Die Inschrift ist auf dem Architrav über den Säulen gut zu erkennen.
Unten rechts im Bild sehen wir noch die Postamente für die Kaiserfamilie der
Server. Heute stehen die Postamente leider nicht mehr an dieser Stelle. 
Leptis Magna: Das große Fresko des Frigidarium schmückt den oberen
Teil der Westmauer. Der Betrachter sieht eine Leopardenjagt, ein Motiv
aus dem Amphitheater. Die Kämpfer und Raubtiere sind hier nament-
lich benannt. Ein Fenster befindet sich rechts im Gewölbe. 
Leptis Magna: Wieder ein noch gut erhaltenes Wandfresco im Frigidarium
der Jagt-Thermen. Das Motiv diesmal eine Landschaft des Nils. 
Leptis Magna: Zu sehen ist der Eingang der servischen Basilika, in Höhe
der Apsi, nordwestlich vom "Saal der dreizehn Säulen" aus gesehen. Was
uns auffällt, sind die Kapitelle der sogenannten Cipollino-Säulen.
Einfach nur "elegant". Der Archäologe bezeichnet die Art der Säulen als
Komposit-oder pergamenische Kapitelle. 
Leptis Magna: Der mit historischen Reliefs versehene Bogen des Septimius
Severus. Der südwestliche und südöstliche Blickwinkel zeigt die ganze Pracht
diese Triumpfbogens, an dem man bis heute restauriert, um die Marmor-
dekore wieder an die richtige Position zu bringen. Die Reliefs haben einen
Bezug zu den Themen der großen Szenen an den Fassaden.

Original und oben der Bogen in einer hypothetischen Rekonstruktion. 
Ein Blick durchs Tor........
Leptis Magna: Innenansicht der servischen Basilika in Richtung nord-
westlicher Apsis. Die Basilika wurde zur Zeit des byzantinischen Kaisers
Justinians in eine christliche Basilika umgewandelt und der Mutter Gottes
geweiht. 
Leptis Magna: Rekonstruierte Arkaden des Forums am östlichen Ende der
Südseite. Eine wunderbare Kombination aus nicht einheimischen Kalkstein,
siehe die Bögen, und feinem Marmor, Säulenkapitelle, Medusenköpfe etc.
Die Mauer aus Ziegeln und Bruchstein trennte das Forum von den Läden
der Via Colonnata ab.
Das im Vordergrund stehende Postament trägt eine Weiheinschrift des
Kaiser Arkadius. Diese Postamente wurden oft einfach umgedreht oder
Textmässig gelöscht, genau wie die Köpfe der Statuen nur ausgetauscht
wurden. Je nach Kaiser, Provinzgouverneure oder Honoratioren der Stadt.

Leptis Magna: Der Forumhof, Blick in die südöstliche Ecke. Hinter den
Ladentüren erkennt man die Mauer der Basilika. Vor dem Mittelmedaillon
sehen wir die Basis der Eckpfeiler des zweiten Stockwerkes.
Diese antike Stätte, Leptis Magna, bezeugt auch noch heute die Macht und
die Größe des römischen Imperiums. Für den Antiken-Fan ein Traum,
ein "Muß"..........hin.
Siano
Re: Römertage am Caput Limitis ( Kopf des Limes ) in Rheinbrohl
von Siano am 08.06.2012 01:19Lieber Flavius
wieder sehenswerte Bilder die du ins Forum gestellt hast.
Ich denke, viele Besucher unserer Plattform werden sich
an diesen Aufnahmen und Texten erfreuen.
Danke, Reinhold, für deine Arbeit.
Römische Grüße
Siano
Re: Die Überlieferung römischer Bücher
von Siano am 04.06.2012 21:42Salve, Snoopy,
aus Caesars Tagen:
`s ist lächerlich, wenn deine Flamme
dich Jungen "lieber Alter" heißt,
Sie, deines dritten Ahnen Amme,
schon anderhalbmal angegreist.
Potonius,drum, mein süßer Knabe,
heiß "Kindchen" sie nach ihrer Weis.
Du weißt: den Raben hackt kein Rabe.
Du bist das Kind, sie bleibt der Greis.
Pompilius
Siano
Was die Küche kostet
von Siano am 04.06.2012 21:03Unter Kaiser Diokletian, 284 - 305, wurden folgende Lebensmittelpreise festgelegt:
Schweinefleisch 1 Pfd. 12 Denar
Rindfleisch 1 Pfd. 8 Denar
Hammelfleisch 1 Pfd. 8 Denar
Schinken 1 Pfd. 20 Denar
Spatzen 10 Stck. 20 Denar
Kohlköpfe 5 Stck. 4 Denar
Rettiche 10 Stck. 4 Denar
Spargel 25 Stck. 6 Denar
Ei 1 Stck. 1 Denar
Öl 1 Liter 25 Denar
Landwein 1 Liter 8 Denar
Tafelwein 1 Liter 30 Denar
Arbeitslöhne:
Maurer 1 Tag 50 Denar
Anstreicher 1 Tag 75 Denar
Friseur f. eine Rasur 2 Denar
Schreiber f. 100 Zeilen 20 Denar
Schulgeld
Turnlehrer monatlich je Schüler 50 Denar
Stenographielehrer monatlich je Schüler 75 Denar
Lehrer fremder Sprachen je Monat 200 Denar
Lehrer der Redekunst je Monat 250 Denar
Der Denar hat zu dieser Zeit einen Wert von ca. 2 Pfenningen, den vierzigsten Teil seines
früheren Wertes. Ein paar Schuhe kosteten den dreifachen Tagelohn eines Maurers: 150 Denar.
Siano
Re: Anwärter auf das "Bild der Woche"
von Pompeius_Magnus am 03.06.2012 21:11Einfach göttlich, hab gut gelacht 
Re: Anwärter auf das "Bild der Woche"
von Snoopy am 03.06.2012 20:32Hab noch ein Brüller.....

Quem fors dierum cumque dabit, lucro adpone! 
Jeden Tag, den das Schicksal Dir schenkt, verbuche als Gewinn!
Die Überlieferung römischer Bücher
von Snoopy am 03.06.2012 20:21Römische Schriftsteller waren auf die ein oder andere Weise ziemlich einflussreich,
weil ihre Texte das Mittelalter überlebt haben, wissen wir das, was wir über die Römer wissen.
✔ Cicero (Marcus Tullius Cicero) (106-43 v. Chr.):

Cicero war ein bedeutender Redner, Anwalt und Staatsmann.
Da er sich seiner Bedeutung bewusst war, veröffentlichte er seine Reden,
verschiedene Abhandlungen wie über den Staat (De Re Publica), vom rechten Handeln (De Officiis),
vom Wesen der Götter (De Deorum Natura) und auch eine große Auswahl seiner privaten Korrespondenz.
Ziemlich viel davon hat die Zeit überdauert und hatte großen Einfluss auf die Gedankenwelt
und die Literatur der frühen Neuzeit.
✔ Caesar (Gaius Julius Caesar) (100-44 v. Chr.):
Caesar schrieb einen Bericht über den Krieg, den er in Gallien führte (De Bello Gallico),
und über den Bürgerkrieg gegen Pompeius (De Bello Civili). Die Berichte sind bekannt dafür,
objektiv zu klingen (sind sie aber ganz und gar nicht), und für ihren sparsamen, knappen Stil.
Obwohl sie Caesars Sicht der Dinge schildern, sind sie außerordentlich wichtige Quellen für diese Zeit.
✔ Catull (Gaius Valerius Catullus) (84-54 v. Chr.):
Catull starb jung, und man merkt den leidenschaftlichen Gedichten seiner Jugend an.
Es ist eine neue Art der Dichtung und die Themenwahl - Wein, das Leben,
Frauen - spiegelt Catulls Alter wieder. Er verarbeitet in seinen Gedichten die Enttäuschung
über seine Beziehung mit Lesbia. Die Forschung nimmt an, dass es sich bei Lesbia um Clodia,
eine Frau aus dem römischen Adel handelt. Sie war verheiratet und wurde verdächtigt,
ihren Mann umgebracht zu haben, außerdem war ihr ausschweifender Lebenswandel berüchtigt.
Catull hatte jedenfalls nicht das Zeug dazu, mit dieser Frau umzugehen.
An Lesbia: Einst und Jetzt
Sagtest du nicht einmal, du wolltest nur den Catullus,
Lesbia, und für mich nähmst du den Jupiter nicht!
Damals liebte ich dich, und nicht wie der Pöbel sein Mädchen,
Nein, wie der Vater das Kind, wie er den Schwiegersohn liebt.
Ach, jetzt kenne ich dich: und wenn ich auch heftiger brenne,
Bist du um vieles doch leichter und wertloser mir.
Fragst nun, wie das kommt? Es zwingt solche Schmach den Geliebten,
Mehr zu lieben, jedoch minder befreundet zu sein.
✔ Vergil (Publius Vergilius Maro) ( 70-19 v. Chr.):
Vergil war der große Propagandadichter des Augusteischen Zeitalters.
Sein bedeutendstes Werk ist die Äneis, die nach dem Modell homerischer Epen wie der Odyssee verfasst ist.
Gleichzeitig ist die Äneis eine Art Fortsetzung der Ilias. Sie erzählt die Abenteuer des Helden Äneas,
dem mythischen Gründervater Roms, und enthält Prophezeiungen über die Herrschaft des Augustus.
Seine anderen überlieferten Werke, die Eklogen (Eclogae) und die Georgica, sollten die Vorstellung
der Römer über ihre ländliche Herkunft festigen, indem er Bilder schuf, die Welt des einstigen ländlichen
Glücks zeigen. In der vierten Ekloge wird die Ankunft eines Heilbringers beschrieben.
Das bezieht sich eigentlich auf Augustus, aber die frühen Christen sahen darin eine Prophezeiung,
die die Ankunft Christi vorhersagte.
✔Horaz (Quintus Horatius Flaccus) (85-8 v. Chr.):
Horaz war der Sohn eines ehemaligen Sklaven und ein Freund von Vergil.
Mit seinen Schriften unterstützte er Augustus. Nach Vergils Tod ersetzte Horaz ihn als Hofdichter.
Zu seinen Werken gehören: die Satiren (Saturae-Horaz übt hier Gesellschaftskritik),
die Oden (Carmina-Gedichte über Staatstrangendes und Alltägliches) und das offizielle Kultlied
der Säkularspiele 17 v. Chr. (Carmen Seculare).
An Venus
Venus, Knidos' Königin
Paphos' stolze Herrscherin,
Laß dein Cypern jetzt im Stich!
Glycera erwartet dich.
Festlich schmückt sie die Tür,
Weihrauch streut sie opfernd dir;
Venus, kehre ein zu ihr!
Bring zu Glycera, ich bitt',
Deinen wilden Knaben mit!
Und die Grazien, gürtelfrei,
Und die Nymphen führ' herbei!
Jugend folge deiner Spur,
Ohne dich ein Trugbild nur, -
Und es folge auch Mercur!
✔Livius (Titus Livius)(59 v. Chr.- 17 n. Chr.):
Livius schrieb eine umfangreiche Geschichte Roms (Ab Urbe Condita) von seiner mythischen Gründung
753 v. Chr. bis zum Tod von Augustus`Stiefsohn Drusus 9 v. Chr. Er verwendete für dieses Werk
einen Großteil seines Lebens, und leider ist nur ungefähr ein Viertel davon erhalten geblieben.
Auch wenn er sich in den Teilen über die Frühgeschichte Roms vor allem auf Mythen und Legenden stützt,
ist er eine unersetzbare Quelle für Roms Ringen mit Karthago und andere wichtige Ereignisse der Frühen Republik.
✔Ovid (Publius Ovidius Naso)(43 v. Chr. - 17 n. Chr.):
Ovids Metamorphosen gehören zu den bekanntesten aus der Antike überlieferten Gedichten.
Sie sind eine Sammlung griechischer und römischer Sagen und erzählen, welcher Gott was
wann mit wem machte. Außerdem war Ovid in jungen Jahren ein ziemlicher Schwerenöter.
Er gab gerne Geschichten darüber zum Besten, wie er junge Frauen beim Pferderennen aufriss.
✔Plinius der Ältere (Gaius Plinius Secundus Maior)(23-79 n. Chr.):
Die gewaltige Naturgeschichte (Naturalis Historia) von Plinius dem Älteren ist vergleichbar mit
einer heutigen Universalenzyklopädie, in der alles steht, was man vielleicht irgendwann mal wissen
wollen könnte. Er war Ritter, gehörte also dem gesellschaftlichen Stand an,
der in der Hierarchie an zweiter Stelle stand, und diente der Armee.
Er trug unermüdlich das Wissen seiner Zeit zusammen. So beschrieb er alles
von Geografie zu Gartenbau, von Medizin zu Mineralogie. Am Ende war es auch seine Neugier,
dir ihn umbrachte - er erstickte 79 n. Chr. , als er sich den Ausbruch des Vesuves
aus der Nähe anschauen wollte.
✔Plinius der Jüngere (Gaius Plinius Caecilius Secundus Minor)(um 61-113 n. Chr.):
Plinius der Jüngere war der Neffe von Plinius dem Älteren. Der jüngere wurde in den Senatorenstand
erhoben. Er ist für uns vor allem wegen seiner Briefe wichtig. Viele davon sind überliefert,
und sie berichten uns alle möglichen faszinierenden Dinge aus dem Leben der Oberschicht
im frühen 2. Jahrhundert Plinius liefert einen Augenzeugenbericht über den Ausbruch
des Vesuvs 79. n. Chr., eine vollständige Beschreibung seiner Villa und zahlreiche andere
unbezahlbare Anekdoten. Der Briefwechsel mit Kaiser Trajan sind die wichtigsten Berichte
über die Verwaltung der römischen Provinzen, die überliefert sind.
✔Sueton (Gaius Suetonius Tranquillus)(ca. 69 bis nach 130 n. Chr.):
Sueton schrieb mehrere Werke, aber nur eins ist als Ganzes überliefert und ein Klassiker der Antike:
die Kaiserbiographien (De Vita Caesarum), in denen er das Leben der ersten zwölf Alleinherrscher
von Caesar bis Domitian beschreibt. Vollgepackt mit Skandalen, Intrigen, ausgesprochenen schlüpfrigem
Klatschund Tratsch und unbezahlbaren historischen Einzelheiten sind die Kaiserbiographien
immer noch spannender Lesestoff und eine sehr gute Gelegenheit, etwas über einige der
außergewöhnlichsten Männer der Weltgeschichte zu erfahren.
✔Tacitus (Publius Cornelius Tacitus)(um 55 bis nach 116 n. Chr.):
Von Tacitus gibt es zwei große Werke: die Annalen und die Historien. Daneben gibt es noch
einige kürzere Werke wie die Germania, in der er von den germanischen Stämmen berichtet,
und eine Biographie über seinen Schwiegervater (Agricola). Die Annalen decken die Zeit 14-68 n. Chr.
ab, also die Herrschaft von Tiberius, Caligula, Claudius und Nero. Der Großteil der Annalen ist überliefert.
Die Historien setzen da an, wo die Annalen aufhören, aber es existiert nur noch der erste Teil davon.
Tacitus war ein genialer Historiker, der einen Bericht über das 1. Jahrhundert hinterlassen hat,
der seinesgleichen sucht. Natürlich war er nicht vorurteilfrei, aber sein knapper Stil ist wirklich beeindruckend.
✔Cassius Dio (Lucius Claudius Cassius Dio Cocceianus)(150 bis nach 235 n. Chr.):
Cassius Dio war Senator in Rom, kam aber aus Nicäa in Kleinasien, der heutigen Türkei.
Er schrieb eine Geschichte Roms auf Griechisch. Diese beginnt mit der Ankunft von Äneas
in Italien und endet mit dem Jahr 229 n. Chr. Leider ist das Werk nur in Fragmenten erhalten.
Nur der Teil, der die Zeit von 68 v. Chr. bis 47 n. Chr. umfasst, ist relativ vollständig überliefert.
Einige der übrigen Teile kennen wir, weil spätere Autoren sie verwendeten und uns dadurch
einen Eindruck dieser Passagen vermitteln. Nichtsdestotrotz ist Cassius Dio eine sehr wichtige Quelle.
Quelle: Die Römer für Dummies
Quelle Bilder: Wikipedia
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Aquädukte
von Snoopy am 02.06.2012 21:59Fließendes Wasser
Abgesehen von den Straßen sind die Römer auch für ihre ausgeklügelte öffentliche
Wasserversorgung bekannt. Man könnte annehmen, dass die Nähe zu einem Fluss
wie dem Tiber all diese Probleme lösen würde.

Tut es aber nicht. Flüsse werden hauptsächlich als Transportweg und zur Abfallbeseitigung gebraucht.
Wasser in ausreichender Menge zur Verfügung zu stellen ist unglaublich schwierig und arbeitsintensiv.
Wasser in eine Stadt oder ein Militärlager zu bringen, war eine Frage der Schwerkraft:
Man musste eine Wasserquelle finden, die höher lag als der Ort, wo das Wasser hin sollte,
dann musste man es in sanftem Gefälle dorthin leiten.
Wasser marsch! - Aquädukte
Appius Claudius, der 312 v. Chr. die Via Appia baute,

Die Via Appia (Appische Straße) ist eine Römerstraße
baute auch den ersten gesicherten Aquädukt von Rom - einer der Könige
(Ancus Marcius, regierte 642-617 v. Chr.) soll auch einen gebaut haben,
aber das ist eben nicht gesichert. Appius zapfte eine Quelle an, die 16 Kilometer vor Rom lag,
und leitete sie den größten Teil der Strecke durch einen unterirdischen Tunnel.
Ab dem Eintritt der Leitung in die Stadt war sie oberirdisch verlegt. Die oberirdische Leitung ruhte auf
steinernen Bogengängen-das ist wohl das Bild, das die meisten Leute im Kopf haben,
wenn sie sich einen Aquädukt vorstellen.
Das römische Aquädukt in Segovia
Aquaeductus bedeutet einfach nur "Wasserleitung", und das können unterirdisch
verlegte Leitungen sein, offenen Kanäle an der Oberfläche und Kanäle,
die sich auf hohen Bogengängen durch die Landschaft schlängeln.
Wenn das Wasser die Stadt erreichte, lief es erst mal in ein castellum (Wasserreservoir).
Das war ein großes Becken, das mehrere Funktionen hatte.
Hier konnten sich Schwebstoffe und anderer Dreck absetzen, der Druck,
der sich beim Abwärtsfließen aufgebaut hatte, wurde hier wieder abgebaut
und das Wasser wurde von hier aus weiter verteilt. Es floss in verschiedene Leitungen,
die Folgendes versorgten:
- Öffentliche Einrichtungen wie Bäder
- Öffentliche Brunnen
- Die Häuser der Reichen
Weil der Druck auch jetzt noch sehr hoch war, wurde das Wasser zunächst mal in hoch
liegende Becken, die in den Ecken der Straßen standen, geleitet, und von hier aus wurden
die Endverbraucher versorgt.
Diese Becken liefen nicht über, weil das Wasser die ganze Zeit dahin abfloss, wo es gebraucht wurde.
Zur Regierungszeit von Domitian (81-96) gab es ungefähr 1.350 Brunnen in Rom.
Da die Bevölkerung von Rom immer weiter wuchs, wurden immer mehr Aquädukte gebaut,
die, nach Strabon, so viel Wasser führten wie Flüsse. Im 3. Jahrhundert wurde
der letzte Aquädukt gebaut, damit wurde Rom von elf Aquädukten versorgt.
Hier sind einige davon:
Aqua Marcia: 144-140 v. Chr. von Quintus Marcius Rex erbaut. Sie verlief 48 Kilometer unterirdisch
und 9,7 Kilometer auf Bogengängen.
Aqua Marcia bei Tivoli
Aqua Virgo: Wurde 19 v. Chr. von Agrippa gebaut, um seine Bäder zu versorgen. 21 Kilometer lang.
Der Barcaccia-Brunnen, gespeist von der Aqua Virgo
Aqua Claudia: Von Claudius 52 n. Chr. gebaut, um die kaiserlichen Paläste zu versorgen.
Sie funktionierten noch im 5. Jahrhundert, als barbarische Invasoren sie endgültig
zerstörten.
Aqua Claudia
Wir wissen ziemlich viel über die Aquädukte Roms, weil Julius Sextus Frontinus (ca. 35-103 n. Chr.)
seit 97 dafür zuständig war. Er schrieb einen Bericht darüber, der erhalten ist. Zu seinen Sorgen
gehörte auch die Tatsache, dass viele Leute die Aquädukte illegal anzapften und das Wasser
in ihre Häuser leiteten, außerdem ließ man oft zu, dass Baumwurzeln die unterirdischen
Leitungen zerstörten. Gleichzeitig sagt er, dass der Bau und die Instandhaltung der Aquädukte
das beste Zeugnis für "die Größe des Römischen Reichs" seien.
Das die Römer Aquädukte hatten, bedeutete nicht automatisch, dass sie auch immer funktionierten.
Pompeji und andere Städte am Golf von Neapel wurden mit Wasser von der Aqua Augusta versorgt,
die von Augustus gebaut worden war. Ein Netzwerk von unterirdischen Tunneln und oberirdischen
Bogenkonstruktionen leitete das Wasser zu allen Städten in der Gegend. In Pompeji wurde
das Wasser zunächst in ein Reservoir am höchsten Punkt der Stadt geleitet.
Wie alle anderen römischen Versorgungssysteme auch, hatte das Reservoir drei Abflüsse:
öffentliche Brunnen, öffentliche Bäder und andere öffentliche Bauten sowie die Häuser der Reichen.
Um den Bedarf zu decken, gab es ein Netz von Bleirohren, außerdem gab es
an vielen Straßenecken kleine Wassertürme, aus denen die öffentlichen Brunnen gespeist wurden.
Das Forum befindet sich inmitten der Altstadt Pompejis
Die Wasserversorgung funktionierte bis 62 n. Chr., damals wurde die Stadt von einem Erdbeben
erschüttert, das große Zerstörungen verursachte, auch das große Reservoir und viele Leitungen
wurden beschädigt.
Als 79 n. Chr. der Vesuv ausbrach, wurde die Wasserversorgung von Pompeji immer noch repariert.
Reiche Hausbesitzer mussten ihre sprudelnden Wasserbecken und Brunnen in ihren Gärten aufgeben.
Stattdessen mussten sie Becken zum Sammeln von Regenwasser anlegen und Brunnen graben.
Keiner weiß, ob die öffentlichen Brunnen an den Straßenecken wieder funktionierten.
Heute ist in Pompeji das beste Beispiel für die öffentliche Wasserversorgung im Römischen Reich
zu finden, auch wenn es nicht in Betrieb war, als die Stadt unter Bimsstein begraben wurde.
Quelle: Die Römer für Dummies
Quelle Bilder: Wikipedia
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